Willkommen im Enzkreis

Ein Projekt der Diakonie im Enzkreis

Aufeinander zugehen - kulturelle Unterschiede meistern

Migration, Wahrnehmung und Diskriminierung als zentrale Themen

Josef Minarsch-Engisch, Beauftragter für Migration und internationale Diakonie des Diakonischen Werks Württemberg, begeisterte die Teilnehmenden mit einem kurzweiligen und aufschlussreichen Seminar. Zentraler Inhalt des Seminars waren Themen wie Migration, Wahrnehmung und Diskriminierung. Die praxisnahen Einheiten, mit denen der Referent durch den Tag führte, luden zu Interaktion und eigenem Erleben in kleineren oder der großen Gruppe ein, so dass die Seminarbesucher Teil des Geschehens waren.

Gemeinsam lernen und Erfahrungen austauschen

Die ehrenamtlichen Teilnehmer kamen aus vier Arbeitskreisen für Asyl des Enzkreises. Im gemeinsamen Austausch fanden eigene Erfahrungen Raum und bereicherten die Runde. Gleichzeitig konnten viele Aha-Erlebnisse, mit nach Hause genommen werden, die einen erfrischenden neuen Blick zulassen. Organisiert wurde der Seminartag von Susanne Müller, Flüchtlingskoordinatorin der Diakonie im Enzkreis im Rahmen einer Fortbildungsreihe. „Ein gelungenes, erlebnisnahes Seminar“ und „überhaupt nicht nur auf Vortrag ausgerichtet“, bestätigten Einzelne ihre Begeisterung am Seminar. „Ein toller Tag, der hilft, Menschen, die aus einem anderen Kulturkreis kommen, zu verstehen und Brücken zu bauen in unseren Alltag“, so Müller am Ende der Schulung.

Kontakt zu der Koordinierungsstelle für Flüchtlingsarbeit im Enzkreis

Die Fortbildungsreihe hat das Ziel Ehrenamtliche zu stärken. Themen waren auch „Herausforderungen und Möglichkeiten im Ehrenamt“, „das Asylverfahren“ und „Trauma und Flucht“.  Für Informationen zu weiteren Seminaren steht Susanne Müller unter Telefon  0176-45809591 oder muellerdontospamme@gowaway.diakonie-muehlacker.de zur Verfügung. Die Seite www.willkommen-im-enzkreis.de bietet einen Überblick über die Ehrenamtsarbeit im Enzkreis.

Helfen, gute Wege im Umgang mit Geflüchteten zu finden

Susanne Müller ist die neue Ehrenamtskoordinatorin der Enzkreis-Diakonie im Bereich Flüchtlinge

Seit dem 15. April ist Susanne Müller die neue Ehrenamtskoordinatorin der Diakonie im Enzkreis. Ihr Einzugsgebiet überschreitet dabei Kirchengrenzen. Sie ist in der badischen und württembergischen Landeskirche und in den drei Kirchenbezirken Mühlacker, Neuenbürg und Pforzheim-Land für die Diakonie tätig. </h1>

Fachliche und soziale Kompetenzen im Gepäck
Müller, von Haus aus Sozialpädagogin mit den Schwerpunkten Bildung und Europa, findet die „Flüchtlingsarbeit eines der spannendsten Themen“ und ein „sehr wichtiges Thema für die Gesellschaft“. Dies motiviert sie, die Stelle der Ehrenamtskoordinatorin im Enzkreis anzutreten. Zudem fasziniert sie, „wie Kulturen aufeinander treffen“, eine Erfahrung, die sie nicht nur bei beruflichen Projekten im In- und Ausland und einem Studienaufenthalt in Spanien selbst machen konnte. In der Türkei entwickelte sie Angebote zur Unterstützung von Existenzgründern. Diese berufsbiografische Phase ermöglichte ihr, „Einblicke in eine muslimisch geprägte Gesellschaft“ zu bekommen. Dabei kamen Müller ihre Auslandsstudien zu Interkultureller Kompetenz zugute. Neben einem Diplom in Sozialpädagogik hat die Ehrenamtskoordinatorin einen Master im Bereich Beratungswissenschaft. Dazu bringt Müller praktische Erfahrungen mit aus ihrer Tätigkeit im Bereich der stationären Jugendhilfe. Hier werden Kinder oder Jugendliche in eine Wohngemeinschaft aufgenommen. Weitere praktische Erfahrungen sammelte sie als Dozentin der Arbeits- und Organisationspsychologie und Trainerin im Bereich sozialer Kompetenzen.

Ehrenamtliche beraten und begleiten in ihrem Engagement mit Flüchtlingen
Auf die Frage, was sie motiviert, im Bereich der Flüchtlingsarbeit sich beruflich zu engagieren, antwortet Müller: „Wie geht eine Gesellschaft damit um, wie gehen Menschen damit um, wenn so viele Menschen auf der Flucht hierher kommen? Wie geht man mit diesen Herausforderungen um, wie findet man menschlich und als Gesellschaft einen guten Umgang?“ Dabei ist es ihr Anliegen, „den Menschen und der Gesellschaft zu helfen, kooperative, gute Wege zu finden“.

An der Stelle der Ehrenamtskoordinatorin findet sie das „Engagement, das bisher erbracht wurde, bewundernswert, das sticht hervor.“ Sie will bei der aktuellen Herausforderung unterstützend wirken, aber auch die langfristige Perspektive für im Ehrenamt Engagierte haben; zum Beispiel dafür Sorge zu tragen, dass Ehrenamtliche nicht ausbrennen. Sie will mithelfen, dass „diese Herzlichkeit, dieses Engagement eine Welle auslöst, die auch andere mitnimmt, die Hilfe brauchen.“ Den Aspekt von Bürgerengagement findet Müller in dem Kontext spannend. Gerade „auch über den sozialen und helfenden Bereich hinaus, beispielsweise die Tatsache, dass Bürger interessiert und aktive Mitglieder einer Gesellschaft sind“.
Dafür unterstützt sie örtliche Initiativen durch Seminare, Fortbildungen, durch punktuelle Begleitung, durch Beratung und Betreuung, um vorhandenes Potential zu fördern und weiterzuentwickeln. Dies bedeutet beispielhaft, das Selbstverständnis von Ehrenamtlichen zu klären, was die Möglichkeiten sind und wo die Grenzen liegen in diesem Engagement und welche Handlungsmöglichkeiten bestehen.

Breites Aufgabenfeld
Neben diesen konkreten Aufgaben vor Ort ist eine weitere Aufgabe, auf der Ebene im Bereich der Hauptamtlichen, die mit Flüchtlingen arbeiten, zu vernetzen, koordinieren und Angebote abzustimmen. Der Unterstützungsbedarf für Ehrenamtliche wird durch Susanne Müller abgeklärt und festgestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt bildet die Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Flüchtlingshilfe. Derzeit wird eine „Suche-Biete“-Seite im Internet entwickelt und die Webseite www.willkommen-im-enzkreis.de ausgebaut.

Ansprechpartnerin Koordinierungsstelle für Flüchtlingsarbeit

Susanne Müller
Diplom-Sozialpädagogin | M. A. Beratungswissenschaften

Tel 0 17 6 / 45 80 95 91

muellerdontospamme@gowaway.diakonie-muehlacker.de